„Wärme aus Abwasser – Die Zukunft einer unterschätzten Energiequelle liegt in der digitalen Transformation“ – Vortrag auf der InfraTech 2016

Auf der InfraTech 2016 wurde über die erwarteten Möglichkeiten einer besseren Potenzialanalyse zur Wärmenutzung in Abwassersystemen durch Nutzung und Analyse digitaler Daten berichtet (siehe http://de.slideshare.net/GuenterMuellerCzygan/vortrag-abwrmenutzung-und-kommunal-40-infratech2016).

Selbstreinigende Wärmetauscher ohne CIP dank IntelliHeat

Der erste Schritt in das digitale Zeitalter ist der Einsatz von Wärmetauschern als sogenannte Smart Machines. Hierbei werden betriebsrelevante Daten wie z.B. Durchfluss, Druck, Geschwindigkeit oder Temperatur permanent aufgezeichnet und in Echtzeit ausgewertet. Smarte Wärmetauscher mit IntelliHeat erkennen anhand der Daten, wann es zu einer Biofilmbildung kommt und wie die Strömungsverhältnisse anzupassen sind, um die Biofilmbildung zu vermeiden. Dank der automatischen Biofilmanalyse in Echtzeit kann in vielen Fällen auf eine CIP-Einrichtung verzichtet werden.

Die Zukunft von Wärmepotentialanalysen liegt in Plattformlösungen

Bisherige Analysen zur Ermittlung von Wärmepotentialen aus Abwasser beruhen oftmals auf individuellen Abschätzungen, die auf der Basis von Einzeluntersuchungen mit zumeist begrenzten (analogen) Eingangsdaten erstellt wurden. Je mehr zusätzliche Umgebungsdaten eines potentiellen Standortes in die Analyse einbezogen werden können, desto näher kann eine Analyse ein tatsächlich vorhandenes Nutzungspotential sichtbar machen. Im Regelfall existieren für einen Standort weit mehr Daten als derzeit betrachtet werden können. Mit geeigneten technischen Lösungen zur Datenerfassung und -auswertung wie z.B. die Nutzung von Kanalnetzdaten (GIS), Kanalabflusskarten, Energiekarten, Einwohnerdichte, Wasserverbrauch, Abnehmerdaten (Wärmebedarf) etc. können Potentialaussagen präziser ausfallen. Zudem fehlen Vergleichsdaten aus ähnlichen Andwendungen, die zukünftig auf Projektdatenplattformen eingetragen und damit zu Vergleichszwecken zur Verfügung stehen werden. In Zukunft werden viele solcher Daten auf zentralen Plattformen gesammelt und sorgen damit für mehr Sicherheit und Aussagekraft von Potentialanalysen. Darüber hinaus werden sich potentielle Wärme- bzw. Energieabnehmer auf einem virtuellen Marktpatz eintragen können, wodurch heute vielleicht noch unbekannte Abnahmepotentiale bekannt werden und damit die Anzahl an potentiellen Abnehmern ansteigen wird. Das Förderprojekt KOMMUNAL 4.0 plant die Erstellung einer entsprechenden Datenplattform inkl. webbasierten Analysetools im Zuge eines der vorgesehenen Pilotprojekte.

Weitere Informationen und Ansprechpartner für Wärmetauscher finden Sie unter http://www.hst.de/produkte/maschinen-anlagen/waermetauscher/.

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