China setzt auf Digitalisierung in der Mischwasserbehandlung

HST erhielt im November 2015 den Auftrag für die Lieferung von 8 AWS-Schwenkstrahljets mit IntelliGrid (http://www.hst.de/produkte/strahljet/). Ziel des Maschineneinsatzes ist die energieffiziente und zuverlässige Reinigung von Ablagerungen in einem 26.000 m³ Becken. Zudem enthält der Auftrag auch die Lieferung von 2 Hochleistungssiebrechen (Leistung je 15 m³/s, http://www.hst.de/produkte/maschinen-anlagen/rechen-siebe/), die ausgestattet mit einer speziellen Auskämmvorrichtung die Verlegung auf den Rechenstäben stark reduziert und damit zu einer maximalen Betriebsstabilität führt.

Um das Becken energieffizient und zuverlässig von Ablagerungen zu befreien, entschied sich der Kunde für den Einsatz der Strahljets mit IntelliGrid-Komponente, und das trotz zahlreicher Stützpfeiler. Die IntelliGrid-Komponente sorgt dafür, dass die Reinigungsleistung zustandsorientiert, also je nach Lage und Intensität der Ablagerungen im Becken erfolgt. Wie sehr China auf die Digitalisierung setzt, zeigt sich daran, dass sie in einem internationalen Vergleich bereits an Deutschland vorbeigezogen sind (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zehn-laender-vergleich-china-ueberholt-deutschland-im-digital-ranking/12552216.html). So überrascht es nicht, dass China auch im Bereich der Wasserwirtschaft auf innovative Produkte setzt, die diesen Trend unterstützen. Letztlich war diese digitale Lösung (optische Erkennung der Verschmutzungen und daraus resultierende angepasste Beckenreinigung)  ausschlaggebend für die Auswahl des Systems und des Lieferanten.

In Deutschland bietet HST ergänzend zu den Reinigungssystemen zudem noch einen Niederschlagsdienst an (http://www.nira-web.de/login.aspx). Dieser wird mit der Jet-Steuerung vernetzt und stellt Daten von vergangenen, aktuellen und progostizierten Niederschlagsgeschehen bereit, die in die Steuerungsprozesse einfließen. Damit ist es möglich, die Reinigungsmaschinen an die erwarteten Regenereignisse und den daraus resultierenden Verschmutzungen vorausschauend anzupassen. Nach längeren Trockenperioden ist in der Regel eine höhere Feststoff- und Schmutzfracht im Mischwasserabfluss zu erwarten als in niederschlagshäufigen Zeiträumen. Entsprechend kürzer oder länger stellen sich die Sollwerte für die Betriebs- bzw. Prozesszeiten automatisch ein,  die Maschinen werden so nur in den tatsächlichen Extremfällen maximal beansprucht. Ohne das in die Automationstechnik integrierte Prozess-Knowhow wäre jeder Betriebsfall ein Maximalfall, um das Reinigungsergebnis in jedem Fall sicherzustellen. Das gilt auch für die erforderliche Energie und Belastung der Maschinen.

Auch die Hochleistungssiebrechen sind mit einer Digitalisierungergänzung erhältlich. Dank einer Erweiterung mit dem System IntelliScreen kann die Fahrgeschwindigkeit der Kämme variiert und damit der Belegungsgrad beeinflusst werden. Neben der Anpassung an hydraulische Verhältnisse zur Optimierung der Stabreinigung kann die Rechengutbelegung gezielt als eine Art Filter genutzt und damit auch Feinpartikel zurück gehalten werden. Diese Lösung kann zukünftig als ein mögliches Mittel zum Rückhalt von Plastikfraktionen in unsere Gewsser eingesetzt werden.

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